Saftkur selber machen oder fertig kaufen?

Geschrieben von: David Kugler

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Lesezeit 5 min

Einleitung

Du willst eine Saftkur selber machen oder lieber eine fertige kaufen? Beides kann funktionieren, aber der Alltag sieht sehr verschieden aus. Beim Selbermachen stehst du jeden Morgen in der Küche, wäschst, schneidest und presst. Bei der fertigen Kur stehen die Flaschen im Kühlschrank, und du trinkst einfach.

Hier vergleichen wir beide Wege ehrlich. Du erfährst, was du brauchst, wenn du eine Saftkur selber machen willst, wo die Grenzen liegen und wann eine fertige Kur die bessere Wahl ist. Dazu bekommst du einen Kurtag mit drei eigenen Rezepten.

Gut zu wissen 🌟

Frisch gepresster Saft hält ungekühlt nur wenige Stunden, gekühlt höchstens ein bis zwei Tage (CVUA Sigmaringen, 2021). Wer eine Saftkur selber machen will, presst deshalb am besten jeden Tag frisch.

Saftkur selber machen oder fertig kaufen? Die kurze Antwort

Eine Saftkur selber machen lohnt sich, wenn du Zeit, einen guten Entsafter und Freude an der Küche hast. Wer seine Saftkur selber machen will, bestimmt jede Zutat und lernt viel über Gemüse und Geschmack. Eine fertige Kur lohnt sich, wenn du Arbeit und Kur verbinden willst und keine Stunde am Tag für Einkauf, Pressen und Putzen hast. Dazu kommt die Haltbarkeit ohne Hitze, die zu Hause kaum gelingt.


Merkmal Saftkur selber machen Fertige Saftkur
Zeit am Tag etwa eine Stunde für Einkauf, Pressen, Putzen wenige Minuten
Frische sofort trinken, gekühlt höchstens ein bis zwei Tage im Kühlschrank planbar über die Kurtage
Zutaten frei wählbar fest vorgegeben
Zucker hängt an deinem Rezept hängt am Anbieter, Etikett lesen
Hygiene liegt bei dir liegt beim Hersteller

Worauf es beim Vergleich ankommt

Zeit und Aufwand

Der größte Unterschied ist die Zeit. Wer eine Saftkur selber machen will, wäscht für einen Kurtag schnell mehrere Kilo Obst und Gemüse. Danach kommen Schneiden, Pressen, Abfüllen und das Reinigen des Geräts. Auch das Gerät entscheidet, wie gut sich eine Saftkur selber machen lässt. Ein Slow Juicer arbeitet leise und liefert einen gleichmäßigen Saft mit wenig Schaum. Er ist aber langsamer und hat viele schwer zugängliche Ecken. Ein Zentrifugenentsafter ist schneller und leichter zu putzen, dafür laut, und der Saft schäumt stark (Stiftung Warentest, 2026). Für grünes Blattgemüse und Kräuter eignet sich die Presse besser.

Zwei Gläser mit grünem und rotem DALUMA Saft

Unsere Einschätzung vorweg 😍

Wenn du eine Saftkur selber machen willst, starte mit einem einzigen Tag. So merkst du, wie viel Zeit das Pressen wirklich kostet, bevor du drei Tage planst.

Frische und Haltbarkeit

Frisch gepresster Saft ist leicht verderblich (Verbraucherzentrale, 2025). Deshalb heißt eine Saftkur selber machen in der Praxis, morgens für den ganzen Tag zu pressen und alles kühl zu stellen. Fertige Säfte nutzen dafür Verfahren wie die Hochdruckbehandlung, kurz HPP. Sie macht den Saft ohne Hitze haltbar. Wie das funktioniert, erklärt unser Beitrag zu kaltgepresstem Saft und dem HPP-Verfahren.

Zucker und Gemüseanteil

Beim Selbermachen rutscht man leicht ins Obst, weil Apfel, Orange und Traube einfach gut schmecken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt den Zucker aus Saft aber zu den freien Zuckern, die du begrenzen solltest (WHO, 2015). Eine kleine Studie liefert zudem Hinweise, dass drei Tage nur Saft die Mund- und Darmflora verändern können. Die Forschenden sehen den Grund im Zucker und in den fehlenden Ballaststoffen (Northwestern University, 2025). Wer eine Saftkur selber machen will, baut die Säfte deshalb auf Gurke, Sellerie und Blattgrün und nimmt Obst nur zum Abrunden. Wie viel Zucker in welchem Saft steckt, zeigt unser Beitrag zu Kalorien und Zucker in der Saftkur.


Hygiene in der eigenen Küche

Beim Pressen kann alles, was auf der Schale sitzt, in den Saft gelangen. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, Obst gründlich mit lauwarmem Wasser zu waschen und abzutrocknen (Verbraucherzentrale, 2025). Eine Untersuchung von Saftbars fand bei etwa einem Drittel der Proben Hygienemängel, meist durch Hefen und Schimmel. Empfohlen werden saubere Geräte und eine Kühlung bei höchstens sieben Grad (LAVES Niedersachsen, 2014). Was für Saftbars gilt, gilt auch, wenn du zu Hause eine Saftkur selber machen willst.

Instagram Story mit DALUMA Saftkur und Uhrzeiten pro Flasche

Beide Wege im Direktvergleich

Saftkur selber machen, Vorteile und Nachteile

Eine Saftkur selber machen heißt, dass du Rezept, Menge und Reihenfolge ganz allein bestimmst. So kann ein Tag aussehen, wenn du eine Saftkur selber machen willst, jeweils ein großes Glas.

  • Grüner Morgen mit Gurke, Sellerie, Spinat, einer halben Zitrone und einem Stück Ingwer
  • Mittagsglas mit Fenchel, Gurke, einer Handvoll Petersilie und einem halben grünen Apfel
  • Roter Nachmittag mit Roter Bete, Karotte, Sellerie und etwas Zitrone
  • dazu über den Tag Wasser und ungesüßter Kräutertee

Jedes Rezept reicht für zwei Gläser, so kommst du auf sechs am Tag. Am besten presst du alles am Morgen, füllst sie in saubere Glasflaschen und stellst sie sofort kalt.

Vorteile:

  • Volle Kontrolle: Du wählst jede Zutat und den Gemüseanteil selbst.
  • Viel Lernen: Du merkst schnell, welche Säfte dir schmecken und welche nicht.
  • Flexibel: Einen Tag mehr oder weniger planst du spontan.
  • Weniger Verpackung: Glasflaschen spülst du einfach wieder.

Nachteile:

  • Viel Zeit: Wer eine Saftkur selber machen will, braucht dafür rund eine Stunde am Tag.
  • Kurze Haltbarkeit: Du musst täglich frisch pressen.
  • Gerät nötig: Ein guter Slow Juicer ist eine echte Anschaffung.
  • Zuckerfalle: Ohne Plan landet schnell zu viel Obst im Glas.

Fertige Saftkur, Vorteile und Nachteile

Wer keine Saftkur selber machen möchte, bekommt bei einer fertigen Kur alles geliefert. In der BESSERE SAFTKUR PLUS über drei Tage stecken 14 Getränke, darunter Säfte mit je 500 Millilitern, ein Shot und Kombucha. Die Säfte sind kaltgepresst, nicht pasteurisiert, mit HPP haltbar gemacht und in Bio-Qualität. Dazu gehören eine Maske und ein Aufbauprogramm über vier Tage. Laut Nährwertangaben liefert die Kur 731 bis 885 Kilokalorien am Tag, die grüne Variante 560 bis 640.

Vorteile:

  • Kaum Aufwand: Du musst keine Saftkur selber machen und trinkst einfach nach Plan.
  • Planbare Frische: Die Säfte halten über die Kurtage im Kühlschrank.
  • Klare Werte: Kalorien und Zucker stehen auf dem Etikett.
  • Mehr als Saft: Kombucha, Shot und Aufbauprogramm sind schon dabei.

Nachteile:

  • Feste Rezepte: Du kannst einzelne Säfte nicht tauschen.
  • Höherer Preis: Eine fertige Kur kostet mehr, als wenn du die Saftkur selber machen würdest.
  • Verpackung: Die Flaschen fallen als Müll an, auch aus recyceltem Material.
  • Anbieter prüfen: Nicht jede Kur ist gemüsebetont, lies die Zutatenliste.

Zusammenfassung

Selbst pressen kostet rund eine Stunde am Tag

Frischer Saft hält gekühlt höchstens ein bis zwei Tage

Gemüse als Basis, Obst nur zum Abrunden

Gründlich waschen und alles kühl stellen

Für den Einstieg eine fertige Kur über drei Tage

Kann ich eine Saftkur selber machen?

Ja, gesunde Erwachsene können eine Saftkur selber machen. Du brauchst einen Entsafter, frisches Gemüse, saubere Flaschen und etwa eine Stunde am Tag. Plane dafür ruhige Tage ein.

Welcher Entsafter eignet sich, wenn ich eine Saftkur selber machen will?

Ein Slow Juicer passt besser zu Blattgemüse und Kräutern und macht weniger Schaum. Ein Zentrifugenentsafter ist schneller und leichter zu putzen, aber lauter.

Kann ich eine Saftkur selber machen ohne Entsafter?

Mit Standmixer und Nussmilchbeutel geht es auch. Du mixt das Gemüse mit etwas Wasser und drückst den Saft durch den Beutel, das kostet mehr Zeit.

Wie lange hält der Saft, wenn ich eine Saftkur selber machen will?

Ungekühlt nur wenige Stunden, gekühlt höchstens ein bis zwei Tage. Am besten presst du jeden Morgen frisch.

Wie viele Säfte am Tag brauche ich?

Wer eine Saftkur selber machen will, plant meist vier bis sechs Gläser über den Tag, dazu Wasser und Tee. Wichtiger als die Zahl ist ein hoher Gemüseanteil.

Ist eine Saftkur selber machen günstiger?

Pro Tag meist ja, wenn du schon einen Entsafter hast. Rechne aber deine Zeit und das Gerät mit ein.

Wann ist eine fertige Kur besser?

Wenn du arbeitest, zum ersten Mal fastest oder mehrere Tage am Stück planst.

David J Kugler

Der Autor: David J Kugler

Gründer und Geschäftsführer von DALUMA. Schreibt über Ernährung, Saftkuren und ganzheitliche Selbstfürsorge.